Unsere Projekte
Dank euch, unserer Kund:innen, konnten wir unsere Projekte im Jahr 2025 erfolgreich unterstützen.
❤️-lichen Dank an euch alle! Und gerne weiter so 😊
Grundsätzlich arbeiten Weltläden nach dem Motto „Wenn ihr uns gerechte Preise zahlt, könnt ihr eure Almosen behalten!“ (Zitat von Dom Hélder Câmara, brasilianischer Bischof) Das heißt, dass Menschen nicht länger von europäischer Entwicklungshilfe abhängig sein müssen, wenn wir sie so anständig bezahlen, wie wir das auch für uns erwarten.
Wir wissen aber auch, dass sich solche Abhängigkeiten nicht über Nacht auflösen lassen und postkoloniale Strukturen nach wie vor existieren. Deshalb haben wir uns dafür entschieden unsere Gewinne in Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte zu investieren.
Gegenwärtig werden vom Weltladen folgende Projekte neu oder weiterhin unterstützt:

Partnerschaft zwischen Twende Pamoja Sansibar und RAA Brandenburg
Twende Pamoja Sansibar wurde im Jahr 2003 von mehreren Dorfentwicklungskomitees in Sansibar gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Entwicklung der beteiligten Dörfer hinsichtlich Bildungsqualität und Gesundheitsversorgung zu fördern. Organisiert wird die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch untereinander sowie mit Partnern in Deutschland. Die RAA Brandenburg (Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie) unterstützt als Projektträger u.a. den Aufbau von neuen Schulen und Gesundheitsstationen.
Die konkreten Ziele der Twende Pamoja Sansibar sind folgende:
– die Einrichtung von Schulbibliotheken
– die Anschaffung von Büchern
– die Ausstattung der Schulen mit Laboren (Naturwissenschaftlicher Unterricht) und Computern
– die Fortbildung von Lehrkräften
– der Aufbau von Schulpartnerschaften mit Schulen in Brandenburg
– der Förderung des internationalen Austausches von Perspektiven und Wertesystemen
Erfolgreich wurden zwischen 2003 und 2015 Schulen mit Schulbibliotheken und Laboren ausgestattet. Es fanden außerdem verschiedene deutsch-tansanische Fortbildungen für Lehrkräfte in Sansibar und in Brandenburg sowie diverse Leseklubs an verschiedenen Schulen statt, um Jung und Alt für das Lesen zu sensibilisieren. Im Jahr 2019 definierten die Vertreter:innen von RAA Brandenburg und Twende Pamoja Sansibar die Ziele ihrer Partnerschaft durch u.a. folgende Aktivitäten:
– Begegnungen für junge Menschen und Multiplikatoren zu Themen der globalen Gerechtigkeit
– Projekte zur Verbesserung der Bildung
– der Förderung der Lesekultur
Buchprojekt 2026 (Projektträger: RAA Brandenburg)
Mit der Einrichtung von Bibliotheken an den Partnerschulen hat ein Prozesses begonnen, den die RAA Brandenburg (Projektleiterin in Deutschland: Birgit Mitawi) seitdem begleitet und 2026 auch fortsetzen möchte. Die Aktualisierung und Erweiterung der Bibliotheken (Ergänzung des Bücherbestandes) ist eine fortlaufende Aufgabe für Twende Pamoja Sansibar. Gemeinsam initiieren die Projektpartner regelmäßig Aktionen, die für das Lesen werben. Mittels Spenden konnten den beteiligten Schulen Schecks für den Kauf von neuen Büchern übergeben werden.
2021 startete Hussein Seif – Aktivist bei Twende Pamoja Sansibar – einen Leseklub für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren. Diese kommen sonntags, um sich Kinderbücher anzuschauen, um sich Geschichten vorlesen zu lassen oder selbst zu lesen. Besonders beliebt sind Bücher, die kindgerecht Menschen aus dem Globalen Süden vorstellen, die erfolgreiche Wissenschaftler:innen, Sportler:innen oder Politiker:innen usw. geworden sind. Die Bücherheld:innen wurden Vorbilder und bestärken die Kinder, sich hohe Ziele zu stecken. Inzwischen sind bei diesen Kindern gewachsene Lesekompetenzen in Kiswahili und Englisch sichtbar.
Noch immer sind Bücher kein selbstverständlicher Teil des sansibarischen Alltags!
Darum haben die Partner:innen von Twende Pamoja Sansibar vorgeschlagen, 2026 wieder das Lesen in der Mittelpunkt der Projekte zu stellen und explizit Bücher als etwas Wertvolles in das Interesse von Kindern und Jugendlichen zu rücken. Das Nicht vorhanden sein von Büchern sei nicht allein mit Armut zu erklären. Es soll auch gelingen, das Lesen von Büchern allgemein als einen Wert in der Gesellschaft Sansibars´ zu etablieren, damit die Bevölkerung Geld auch dafür investiert.
Wir, als Weltladen Potsdam, unterstützen und fördern daher finanziell das folgende Buchprojekt:
Im Mai 2026 wurde ein Wettbewerb für Grundschüler:innen und/oder für Schüler:innen der Sekundarstufe 1 ausgeschrieben, an dem sich alle Partnerschulen beteiligen konnten. Die neun Schulen schicken Schüler:innen zu einem Quiz-Wettbewerb, in dem es um den Inhalt zweier Bücher geht: Wangari Maathai „Mother of Trees“ (Sek 1) und Claire A. Nivola „Planting the Trees of Kenya – the story of Wangari Maathai“ (Grundschule)(Schwerpunkt Umwelt; Kenianische Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin sowie Schriftstellerin). Alle Aktiven bekommen als Preis ein Buch „Paukwa“ (verfügbar auf Kiswahili, Englisch und Deutsch), welches im Rahmen unserer gemeinsamen Projekte entstanden ist. In dem Buch wird die Namensgeschichte der beteiligten Dörfer erzählt und je eine Geschichte, die in dem Dorf besonders populär ist. Alle beteiligten Schulen erhalten auch ein Preisgeld, mit dem sie neue Bücher erwerben können.
Mit dem Buchprojekt soll die Lesekompetenz und die Freude am Lesen befördert werden sowie den Schulen Geld in die Hand gegeben werden, um neue Bücher für die Schulbibliotheken und den Leseklub anzuschaffen.
Bisher wurden 2.000 € Spenden eingeworben für den Wettbewerb der Sekundarschulen mit Preisgeldern zwischen 500 € und 100 € (Für 500 € können etwa 65 bis 100 Bücher gekauft werden; die Schulen haben 600 bis 1.000 Schüler:innen).
Copyright auf Bilder und Texte : mit freundlicher Genehmigung des Partnerverein „Twende Pamoja“

Projekt Twende Pamoja Sansibar
Wenn Du in unserem Weltladen nichts Passendes gefunden haben solltest, aber dieses Projekt trotzdem unterstützen möchtest, kannst Du über die NGO-Plattform vom Betterplace.org direkt einen finanziellen Beitrag leisten. Alle Informationen erhältst Du auf der Webseite, die Du hier in einem neuen Fenster aufrufen kannst.
Für Deine Spende kannst Du Dir eine Spendenbescheinigung ausstellen lassen, um den Spendenbetrag bei der Einkommensteuererklärung anrechnen zu können.



Green Balanka ist ein Projekt, dass in Potsdam gegründet, aber im afrikanischen Staat Togo verwurzelt ist. Hier ein kurzer Einblick in die aktuelle Arbeit des Vereins:
Es sollen unsere Setzlinge, welche eine Frauengruppe (mit Hilfe von drei Studenten der „Hochschule für Nachhaltige Entwicklung“ in Eberswalde) aufgezogen hat, in diesem Jahr gepflanzt werden.
Wir haben uns vorgenommen 10 ha Land dieses Jahr wieder aufzuforsten, wofür wir ca. 7.000 Setzlinge benötigen. Davon sind 4.000 Setzlinge schon vorhanden, so dass lediglich noch 3.000 käuflich erworben werden müssen. Bei der Wiederaufforstung handelt es sich um die Pflanzung von ursprünglichem Wald und Fruchtbäumen (wie Karité, Kapok, Baobab, Akazien, Iroko, etc.), welche leider durch Abholzung langsam aus den Wäldern der Region verschwinden. Unser Wiederaufforstungsprojekt ist ein
„Generationsvertrag“, der auch für spätere Generationen von Nutzen sein wird, denn wir werden die Früchte von manchen dieser Bäume nicht mehr erleben.
Die Regenzeit in der Zentralregion von Togo (hier liegt Balanka), beginnt im Mai. In Togo wird seit 1977 der nationale Baumpflanztag am 1. Juni gefeiert. Togo hat sich auf die Fahnen geschrieben, voraussichtlich eine Milliarde Bäume bis 2030 zu pflanzen. Wir als Weltladen Potsdam möchten dies unterstützen. Dabei werden wir auch die Bevölkerung von Balanka zu diversen ökologischen Themen/Umweltthemen sensibilisieren. Einige Umweltaktivisten haben wir hierfür schon gewonnen.
Koko Affo Tenin
Weitere Informationen findest Du auf der Webseite von Green Blanka .
Nachfolgende Projekte wurden erfolgreich unterstützt und teilweise nach Erreichen des Projektzieles beendet:

Der Kleinbauernverein UNAC (die Partnerorganisation von INKOTA in Mosambik) unterstützt Bäuerinnen und Bauern dabei, Saatgut zu vervielfältigen und traditionelle Sorten zu bewahren. In Mosambik ist der freie Austausch von Saatgut gefährdet. Kleinbäuerinnen und -bauern sollen patentiertes oder zertifiziertes Hybrid-Saatgut nutzen, wenn es nach dem Willen der Agrar-Großkonzerne und der Regierung geht. Dadurch geraten sie in Abhängigkeit von den Produkten der Konzerne.
Schwerpunkte des Projekts sind immer noch der Zugang zu lokalem, an die regionalen Bedingungen angepasstem Saatgut, agrarökologischer Anbau und damit die Sicherung und Verbesserung der Ernährung.
In der Projektregion wurden im letzten Jahr in 2 Distrikten 2 Saatgutbanken für die Bäuerinnen und Bauern der Umgebung gebaut, in denen das Saatgut und auch die Ernte sicher und trocken gelagert werden können. Eine weitere Saatgutbank in einem weiteren Distrikt befindet sich im Aufbau. Im letzten Jahr haben zudem mehrere Saatgutbörsen/Saatgutmärkte stattgefunden, bei denen die Bäuerinnen und Bauern ihr Saatgut untereinander getauscht oder auch ver- und gekauft haben. So konnten lokale Sorten in der Region für alle zugänglich gemacht werden. Im letzten Jahr wurde außerdem eine Evaluierung durchgeführt, die bestätigt hat, dass sich die Ernährungslage für viele Familien seit Beginn des Projekts verbessert hat, da sie nun mehr und auch vielfältiger anbauen können. UNAC, unsere mosambikanische Partnerorganisation, weitet das Projekt bzw. den Ansatz der Saatgutvermehrung auch auf andere Distrikte und Regionen aus.
Neben der Vervielfältigung von Saatgut werden die Bäuerinnen und Bauern auch weiterhin zu agrarökologischen Methoden geschult (z.B. zur Herstellung von organischem Dünger oder Pflanzenschutzmitteln, zum Anlegen von Mischkulturen oder anderen Bodenschutzmaßnahmen). Dies ist gerade auch im Hinblick auf den Klimawandel wichtig, der in Mosambik vielerorts stark zu spüren ist (veränderte Regenzeiten, längere Dürreperioden, etc.).
Copyright auf Bilder und Texte : mit freundlicher Genehmigung von INKOTA-netzwerk e.V.
Für weitere Informationen zur Arbeit des Vereines gelangst Du hier zur Webseite des INKOTA-netzwerk e.V..

Der Schulverein Uganda e.V. hat seinen Sitz in Potsdam- Babelsberg.

Er unterstützt die Victorian High School Entebbe in Uganda. Die Schule wurde 2006 vom Verein gegründet und soll es insbesondere Mädchen ermöglichen, einen guten Schulabschluss zu erlangen, welcher den Zugang zu einem möglichen Studium erleichtert. Der Schulverein hat primär die Aufgabe, die Schule zu fördern und Projekte zu initialisieren.
Gelder wurden u.a. für die Renovierung der Klassenräume, für die Aufwertung der Unterkünfte (Boarding-Bereich) und WC´s der Mädchen genutzt.
Weitere Bilder zu diesem Projekt kannst Du Dir unten anschauen.
Copyright auf Bilder und Texte : mit freundlicher Genehmigung des Schulvereins Uganda
Für weitere Informationen zur Arbeit des Vereines gelangst Du hier zur Webseite des Schulverein Uganda e.V..

Bildung ist die beste Hilfe zur Selbsthilfe. Der Itamba Verein hat enge persönliche Verbindungen zur Itamba Secondary School in Tansania. Sie unterstützen begabte, aber mittellose Schüler:innen dabei, ihre Schulbildung an der Itamba Secondary School, eine Ausbildung und/oder ein Studium zu finanzieren.
Im südwestlichen Tansania, im Bergland der Uwanji befindet sich das Schuldorf Itamba. Derzeit werden an dieser kirchlichen Internatsschule ca. 200 Schüler ausgebildet. Seit 2003 haben die Schüler die Möglichkeit, das Abitur abzulegen.
Wie viele andere Regionen in Tansania ist auch die Uwanji von wirtschaftlichen und sozialen Problemen betroffen. Viele Einheimische sind Bäuerinnen und Bauern, die sich häufig vom Ertrag der Ernte nicht mehr als die grundlegenden Dinge des Alltags leisten können. Außerdem bedroht AIDS einen großen Teil der Bevölkerung. Einige der vom Itamba-Verein geförderten Schüler:innen haben einen oder beide Elternteile durch die Immunschwächekrankheit verloren. Nur wenige Familien können ihren Kindern eine weiterführende, gebührenpflichtige Ausbildung nach der kostenlosen Grundschule ermöglichen.
Für weitere Informationen zur Arbeit des Vereines gelangst Du hier zur Webseite des Itamba eV.
Außerdem ist der Weltladen Mitglied bei Oikocredit, einer internationalen Genossenschaft, die sich für weltweite Gerechtigkeit einsetzt. Sie motiviert u.a. Kirchen, ihre Rücklagen sozial verantwortlich zu investieren und damit benachteiligten Menschen durch Kredite eine Chance auf wirtschaftliche Eigenständigkeit zu geben.




















